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Donnerstag, 11 Februar 2016 10:10

Liebe ist… wie ein Cheeseburger

In unserer Welt dreht sich viel um Liebe. Seit Jahrhunderten ist es das bestimmende Thema der Literatur . Ebenso unzählig sind die Filme und Lieder, die sich der Liebe widmen. Jeder Mensch möchte geliebt werden und die meisten von uns haben den Wunsch, ihre Mitmenschen mehr zu lieben. Das gilt insbesondere für die wichtigsten Beziehungen in unserem Leben– unsere Ehen, unsere Familien, die Geschwister in der Gemeinde.

Aber in den schwierigen Situationen unseres Lebens, fühlen wir uns oft ungeliebt oder nicht in der Lage, den anderen zu lieben. Wenn wir uns gestritten haben oder verletzt wurden, sind wir aufgewühlt und voller Emotionen. Dann versuchen wir selbst damit klar zu kommen oder einfach abzuwarten, bis wir uns wieder beruhigt haben. Aber welche Rolle möchte Gott dabei spielen?

Der Autor Winston Smith erzählt die folgende Geschichte:

Als sie noch ein kleines Mädchen war, war unsere Tochter Sydney eine sehr wählerische Esserin. Einmal, nachdem sie einen Cheeseburger gegessen hatte, fragte meine Schwiegermutter Sydney erstaunt: „Sydney, was hast du da gerade gegessen?“ „Ich habe einen Cheeseburger gegessen“, antwortete sie stolz. „Aber ich dachte, du magst keine Cheeseburger.“ „Das stimmt auch, aber ich habe einfach alles weggenommen, was mir nicht schmeckt und dann den Rest gegessen. Zuerst habe ich die Gurken weggenommen, dann die Zwiebeln, den Käse, den Senf und den Ketchup. Zuletzt habe ich noch das ‚große braune Ding in der Mitte‘ herausgenommen und dann meinen 'Cheeseburger‘ gegessen.“ Auf diese Weise hatte Sydney das 'Geheimnis' entdeckt, wie sie ihren Cheeseburger mag. Sie nahm einfach alles weg, was ihr nicht schmeckte und aß nur das Brötchen. (Erlebnis Ehe, 3L Verlag, S. 24-25, sinngemäß aus dem Englischen übertragen).

In Bezug auf die Liebe verhalten wir uns manchmal genauso wie Sydney. Wir suchen uns das aus dem Gesamtpaket „Liebe“ aus, von dem wir wissen, dass es uns „schmeckt“. Wo wir wissen, dass es uns leicht fällt, Liebe zu üben. Wir sagen zwar, dass wir in unserer Liebe für andere wachsen wollen, aber dann lassen wir Gott außen vor und versuchen es in unserer eigenen Kraft. Dabei ist Gott in Bezug auf die Liebe vergleichbar mit dem „großen, braunen Ding in der Mitte des Cheeseburgers“ – Er ist das Wichtigste! Ohne Ihn in der Mitte unserer konkreten Situation, werden wir nicht in der Lage sein, mehr zu lieben, denn Gott ist Liebe (1 Joh. 4,8).

Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. (1 Jo. 4,7-8)

Wie sieht es mit der Liebe für andere Menschen in deinem Leben aus – für deinen Ehepartner, deine Kinder oder die Geschwister in der Gemeinde? Wächst du in deiner Beziehung zu Gott und damit auch in deiner Liebe für andere? Wo versuchst du, ohne die Hilfe Gottes zu lieben? Welche geistlichen Schieflagen oder falschen Herzenshaltungen gibt es in deinem Leben, die vielleicht verhindern, dass du in der Liebe zu den Menschen in deinem Umfeld wächst? Was solltest du tun, um diese Hindernisse zu überwinden (Spr. 28,13-14)? Welche konkreten Gelegenheiten gibt dir der Herr, um anderen deine Liebe zu zeigen?

Johannes fordert uns auf:

Meine Kinder, lasst uns nicht mit Worten lieben noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit! (1. Johannes 3,18)