Freitag, 16 August 2019 14:51

TRACHTET NACH DEM, WAS DROBEN IST

Kennst du das auch? Jemand hat ein ungewöhnliches Gesichtsmerkmal oder er trägt ein sonst strahlend weißes Hemd, auf dem sich ein kleiner Fleck befindet. Fällt es dir dann auch schwer, nicht immer gerade darauf zu sehen?

In unserer Nachfolge kann es uns auch so gehen, wenn wir primär auf die Sünde in unserem Leben schauen. Natürlich sollen wir die ablegen. Ich denke da an Bibelabschnitte wie Eph. 4,25-32, Röm. 6, 1 Kor. 6,9-10, Kol. 3,5ff und viele mehr.

In Kolosser 3 sagt Paulus:

Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist! (Kol. 3,5)

Das ist sehr deutlich! Aber Paulus beginnt das Kapitel mit diesen Worten in Bezug auf unsere Veränderung und unser geistliches Wachstum:

Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. (Kol. 3,1-3)

Wunderbare Verse! Unser Leben ist "verborgen mit dem Christus in Gott", das heißt verdeckt, momentan noch unsichtbar und sicher. Zudem finden wir in diesen Versen zwei weitere Aufforderungen. Wir sollen „suchen“ und nach dem „trachten, was droben ist“. Ich denke wir verstehen, was „suchen“ bedeutet: „danach streben“. Aber was genau meint Paulus mit „trachten“? Die Elberfelder Bibel übersetzt treffend mit „sinnt auf das, was droben ist“.

[Trachten] kann auch übersetzt werden mit "denkt an" oder "habt diese innere Veranlagung". So wie ein Kompass nach Norden zeigt, sollte der Gläubige mit seiner ganzen Veranlagung auf die himmlischen Dinge ausgerichtet sein. (MacArthur Studienbibel)

Wir sollten also Gottes Wort erlauben, unsere Herzen zu erneuern, indem wir auf himmlische Realitäten und Wahrheiten schauen. Praktisch bedeutet das, dass wir uns nicht auf das Negative konzentrieren - unsere Sünde - sondern auf Jesus, seine Liebe, seine Gnade, das Evangelium und unsere zukünftige Heimat.

Ich halte das für ein sehr wichtiges biblisches Prinzip im Zusammenhang mit unserem geistlichen Wachstum. Lasst uns also nicht primär auf die „Flecken“ in unserem Leben schauen, sondern auf unseren wunderbaren Herrn Jesus und seine Verheißungen.

 

 

Donnerstag, 09 Januar 2014 15:04

4 Schritte zur Lösung meiner Probleme

Unser Leben ist oft alles andere als einfach. Die meisten von uns würden ihr Leben eher als komplex und schwierig bezeichnen. Da wünscht man sich einfache Lösungen. Aber leider klingen die meist zu gut, um wahr zu sein. Und so sind wir skeptisch gegenüber Lösungsansätzen, die versprechen komplexe Sachverhalte einfach zu lösen – meistens auch zu Recht.

Und wie ist das im geistlichen Bereich? Sicher ähnlich, oder? Die Lösungsansätze für unsere Probleme und Fehlhaltungen werden sicher auch sehr komplex sein. Aber ist das wirklich so? Bedingt ein komplexes Problem immer auch eine komplexe Lösung?

In diesem Zusammenhang möchte ich Euch vier „einfache“ (für uns, aber nicht für unseren Herrn, der dafür am Kreuz gestorben ist) Schritte nennen, die jedem von uns helfen werden, einen Großteil unserer Probleme zu lösen, wenn wir sie nur wirklich beherzigen und umsetzen:

1.   Von mir selbst wegsehen – Unsere Herzen sind so ausgerichtet, dass wir selbst im Zentrum unseres Lebens stehen: meine Bedürfnisse, meine Interessen, meine Sorgen. Diese Einstellung charakterisiert unser Leben vor der Bekehrung. Aber jetzt sind wir eine neue Schöpfung (2 Kor. 5,17). Und so sollte unser Leben auch von dem Herrschaftswechsel geprägt sein, der bei unserer Bekehrung stattgefunden hat.

2.   Auf Jesus sehen – Das ist die einzig legitime Sichtweise für jeden Nachfolger des Herrn (Hebr. 12,1-2). Aber wie leicht wenden wir unseren Blick ab von Ihm und konzentrieren uns stattdessen auf unsere Probleme, Sorgen und Wünsche?

3.   Nach vorne sehen – Unsere Vergangenheit ist Teil unseres Lebens. Aus ihr können wir lernen. Aber niemals sollen wir uns von unserer Vergangenheit ablenken, denn „niemand, der seine Hand an den Pflug gelegt hat und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes“ (Luk. 9,62). Unser Blick sollte, immer nach vorn gerichtet sein (Phil. 3,13-14).

4.   Dankbar sein – Undankbarkeit ist ein monumentales Problem des Herzens. Gerade auch in schwierigen Zeiten sollen wir niemals vergessen, wie viel wir unserem Vater im Himmel zu verdanken haben (Jak. 1,2-3). Dankbarkeit verherrlicht Gott und gibt unseren Seelen den Frieden und die Freude, nach der wir uns sehnen.

Kann es wirklich so einfach sein? Ist es möglich, dass viele unserer Probleme und Fehlhaltungen gelöst werden, wenn wir diese vier Schritte befolgen? Ja, ich bin überzeugt, dass es so ist.

 

(In Anlehnung an Kapitel 15 aus dem Buch „Einführung in die biblische Seelsorge“ von Eberhard Platte)

 

Mittwoch, 18 Dezember 2013 12:07

Weißer als Schnee

Wird es eine weiße Weihnacht geben? Die meisten von uns lieben Schnee, lieben den Anblick, wenn plötzlich alles mit einem weißen Kleid überzogen ist. Auf alle Fälle lieben unsere Kinder den Schnee und können sich vor Vorfreude kaum beherrschen, wenn der Wetterbericht Schneefall meldet. Warum ist das so? Was ist es, das uns an der weißen Pracht so fasziniert? Sicher hat es auch damit zu tun, dass Schnee so sauber und so rein aussieht. Das ist ein Bild, das Gott selbst aufgreift, wenn er die folgenden Worte spricht:

Kommt denn und laßt uns miteinander rechten! spricht der HERR. Wenn eure Sünden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiß werdenWenn sie rot sind wie Purpur, wie Wolle sollen sie werden. (Jes. 1,18)

Was für ein wunderbarer Vers. Gott lädt sündige Menschen ein, mit Ihm zu rechten. „Rechten“  ist ein juristischer Ausdruck, der zu den Worten „Recht“ und „Rechtstreit“ im vorangehenden Vers passt. Gott fordert uns auf zu entscheiden, ob er tatsächlich Recht hat in Bezug auf seine Beurteilung unserer Herzen. Unsere Sünden sind wie blutrote Flecken auf unserer Seele und wir kommen zu Ihm, wie Verbrecher mit blutigen Händen (Jes. 1,15b).

Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht: eure Hände sind voll Blut.(Jes. 1,15)

Sündenbekenntnis ist der erste wichtige Schritt in die richtige Richtung. Gott bietet uns völlige Vergebung an, wenn wir unsere Sünden bekennen. Dann verspricht Er uns zu reinigen (1. Joh. 1,9) und wäscht unsere Herzen weiß wie Schnee und Wolle, die beide von Natur aus weiß sind.

Aber der Schnee erinnert uns noch an einen weiteren Aspekt. Nicht nur reinigt uns der Herr Jesus Christus, wir sollen auch selbst nach Reinheit streben. Echte Nachfolger Christi hassen ihre eigene Sündhaftigkeit. In unserem Herzen gibt es ein Verlangen nach Reinigung und Heiligkeit. Aber wir müssen auch glauben, dass Gott die Macht hat, uns zu verändern. Die biblische Wahrheit, an der wir uns festhalten können ist, dass es keine sündige Gewohnheit gibt, die uns so sehr beherrscht, dass wir sie mit Gottes Hilfe nicht überwinden könnten.

So betet David voller Zuversicht:

Entsündige mich mit Ysop, und ich werde rein sein; wasche mich, und ich werde weißer sein als Schnee. (Ps. 51,9)

Durch unseren Herrn Jesus Christus, der uns weißer wäscht als Schnee, können wir eine wirklich weiße Weihnacht erleben.