Freitag, 29 Juli 2016 14:43

Die Macht unserer Worte

von
Die Macht unserer Worte Steffi Reichert, CC BY-NC-ND 2.0 https://www.flickr.com/photos/steffireichert/4042082829/

Denkst du dir auch manchmal „Ich wünschte, ich hätte das nicht gesagt“ oder „Ich wünschte, ich hätte es nicht so gesagt“? Es ist unglaublich, welche Wirkung unsere Worte auf andere haben. Mit ihnen können wir trösten und aufbauen (1 Thess. 5,11), aber wir können auch verletzen und zerstören. Dazu haben wir ja schon einiges in der aktuellen Predigtserie zum Jakobusbrief gehört (http://goo.gl/rOpY6I). Dort warnt uns Jakobus vor dem verheerenden Schaden, den unsere Worte anrichten können:

So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, welch kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an! (Jak. 3,5)

Aus demselben Mund geht Segen und Fluch hervor… (Jak. 3,10)

Aber wie Jakobus am Ende desselben Verses sagt: „Dies, meine Brüder, sollte nicht so sein!“ Vielmehr sollten unsere Worte dazu dienen, einander aufzubauen, anstatt einander zu entmutigen (s. Gal. 5,15). Aber wie können wir das tun? Die Sprüche geben uns die Antwort:

Freundliche Worte sind Honig, Süßes für die Seele und Heilung für das Gebein. (Spr. 16,24)

Freundliche, liebevolle Worte, die aus unseren Herzen kommen, sind wie Honig für die Seelen unserer Geschwister. Und so fordert uns Paulus auf, unsere Worte unter die Kontrolle des Heiligen Geistes zu stellen:

Kein faules Wort komme aus eurem Mund, sondern nur eins, das gut ist zur notwendigen Erbauung, damit es den Hörenden Gnade gebe! (Eph. 4,29)

Fragst du dich manchmal, warum andere dich auf Distanz halten, oder warum deine Beziehung zu deinem Bruder oder deiner Schwester im Herrn oder einem Familienmitglied nicht so gut ist, wie du es dir wünschst? Vielleicht liegt es daran, wie du mit deinen Worten umgehst. Aber es ist nie zu spät, etwas zu verändern. Entscheide dich heute, andere mit deinen Worten aufzubauen und bitte Gott darum, dir freundliche, liebevolle Worte in den Mund zu legen. Hier sind ein paar Beispiele:

  • Worte des Bedauerns: „Es tut mir leid.“ „Es tut mir leid, dass ich das gesagt habe.“
  • Worte der Verantwortlichkeit: “Es war mein Fehler.” „Es gibt keine Entschuldigung für das, was ich getan habe. Bitte vergib mir.“
  • Worte der Hoffnung: „Ich arbeite daran (mit Gottes Hilfe).“ „Ich habe Gott gebeten, mich zu verändern.“
  • Worte der Hilfe: „Ich bin für dich da.“ „Du kannst auf mich zählen.“
  • Worte der Zuneigung: „Du bist mir wichtig.“ „Ich hab’ dich lieb.“

Darum ermahnt (oder tröstet) einander und erbaut einer den andern, wie ihr es auch tut! (1 Thess. 5,11)

1087 Aufrufe Letzte Änderung am Freitag, 29 Juli 2016 14:53
Oliver Meyer

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