Montag, 27 Juni 2016 21:40

Einfach mal rechts ranfahren

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Nicht mehr die Augen offenhalten können, nur noch schlafen wollen: Sicher kennt ihr solche Momente auch. Wenn ich eine sehr lange Strecke gefahren bin oder nach der Kinderfreizeit, wenn wir alle nur sehr wenig Schlaf bekommen haben, werde ich manchmal sehr müde. Da bringt es nichts, schnell mal einen Kaffee zu trinken. Das Einzige, was mir in dieser Situation hilft ist, einfach mal rechts ran zu fahren, um mich eine Zeit lang auszuruhen. Das geschieht entweder, indem ich mir Zeit nehme, um kurz zu schlafen, oder indem ich mich bewege.

In unserer Nachfolge gibt es auch Phasen, in denen wir übermüdet und erschöpft sind. Oft liegt es an einer Kombination: schwierige Lebensumstände und zu wenig Momente, in denen wir wieder Kraft schöpfen. Dabei ist die Last unseres Herrn eigentlich leicht (Mat. 11,28).

Was können wir also tun, wenn wir (vielleicht zum wiederholten Mal) in eine solche Situation geraten sind? Zunächst sollten wir den unnötigen Ballast abwerfen – Dinge, die uns davon ablenken oder gar abhalten, unsere Beziehung zum Herrn zu vertiefen.

Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens... (Hebr. 12,1-2)

Als nächstes sollten wir sozusagen „rechts ran“ fahren und uns auf den Herrn konzentrieren (Hebr. 12,2), um frisch aus seiner Kraft zu schöpfen – und zwar nicht mit einem kleinen Becher, sondern mit einem Eimer: intensiv.

Genau das – diese bewusste Hinwendung zum Herrn - sehen wir immer wieder in Gottes Wort, vor allem in den Psalmen. Ein Beispiel dafür ist Ps. 13, in dem David verzweifelt zum Herrn ruft und sich dann am Ende entscheidet, Gott zu vertrauen und ihn für seine Güte zu loben und preisen.

 

Bis wann, HERR? Willst du für immer mich vergessen?

Bis wann willst du dein Angesicht vor mir verbergen?

Bis wann soll ich Sorgen hegen in meiner Seele,

Kummer in meinem Herzen bei Tage?

Bis wann soll sich mein Feind über mich erheben?

Schau her, antworte mir, HERR, mein Gott!

...

Ich aber, ich habe auf deine Gnade vertraut;

mein Herz soll jauchzen über deine Rettung.

Ich will dem HERRN singen, denn er hat wohlgetan an mir. (Ps. 13,1-4.7)

 

 

1094 Aufrufe Letzte Änderung am Samstag, 17 August 2019 09:21
Oliver Meyer

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