Samstag, 26 März 2016 22:10

Tägliches Wasserschöpfen oder Leben aus der Quelle?

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Kürzlich habe ich die Begegnung von Jesus mit der Samariterin gelesen (Joh. 4,1-42). Ein paar Gedanken, die ich dabei hatte, möchte ich mit euch teilen.

In Vers 10 spricht Jesus zur Samariterin: „Wenn du die Gabe Gottes kenntest und wüsstest wer es ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken!, so hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.

Weißt du, wer Jesus ist? Die Frau weiß es nicht. Sie denkt, dass das Versprechen welches Jesus ihr gibt, nur mit ihren Methoden zu erlangen sei (V. 11-13). Geht es uns oft nicht auch so, dass wir die Probleme in unserem Leben aus unserer Perspektive der Kraft und Möglichkeiten betrachten? Wir schöpfen und schöpfen und werden doch wieder durstig und vor allem kraftloser. Die Probleme und unser Umgang damit nehmen uns so sehr in Besitz, dass wir vergessen, wie groß Jesus ist und was er uns gegeben hat.

Jesus weiß genau, wer die Frau ist (V.17-19) – und wer wir sind. Schwache, zerbrechliche, sündige Wesen, ja Staub (Ps. 103,14). Deswegen stellt Jesus in dem Gespräch mit der Frau auch keinerlei Anforderungen an sie, etwas tun zu müssen, außer anzuerkennen, wie es um sie steht (V.16-19). Jesus möchte viel mehr der Frau den täglichen Kampf des Alltags – das fortwährende Schöpfen nach Wasser und doch wieder durstig werden – abnehmen. Jesus beschenkt uns nicht, weil wir es verdienen, sondern weil wir es brauchen.

 „Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.“ (Vers 14)

Oft ist es mir nicht bewusst, dass Jesus die Quelle meiner Kraft, Gedanken und meines Handelns sein möchte. Sehr oft habe ich das Schöpfgefäß selbst in der Hand und das ermüdet. Ich möchte deswegen unser aller Blick auf Jesus richten.

Der Schöpfer, Überwinder der Welt und der Sünde, der über jeder Macht und Gewalt steht (Eph. 1,21-22), ist zu 100 Prozent auf der Seite derer, die an ihn glauben (Röm. 8,31). So ist er für uns ein sanftmütiger, demütiger Retter und Helfer, der unsere Lasten kennt, sie gerne nimmt und uns Frieden gibt (Mt. 11,28).

Als die Samariterin begreift, dass Jesus der Messias ist, lässt sie ihr Schöpfgefäß stehen und läuft in die Stadt, um anderen von ihrer Begegnung weiterzuerzählen (V.28). Ich wünsche uns allen, dass es uns ergeht wie der Frau. Wir sollten uns täglich vor Augen führen, welch einen Herrn und Erlöser wir in Christus haben. Sodass wir das eigene Schöpfgefäß stehen lassen, in seinen bereits vollbrachten Werken und seinen Verheißungen leben und aus der Quelle empfangen. Wenn wir das tun, wird es uns auch leichter fallen, mit Freude von Jesus weiterzuerzählen.

 

 

 

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Benedikt Neidlein

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